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Die Kellerkinder sind wetterfest 01.05.2017

Maiwanderung im Regen nach Walporzheim.

Was abgesprochen ist, wird durchgezogen! Das war das Motto, mit dem die Kellerkinder sich auf den Weg gemacht haben. Es regnete - zwar nicht in Strömen - aber gnadenlos! Der Weg führte an der Ahr vorbei und das ging auch ganz zügig, denn am 1. Mai waren nur die Hartgesottenen unterwegs. Auch wegen Radfahrer brauchte Niemand auszuweichen. Als Zwischenrast war der Platz rund um die Litfaßsäule an der Bachemer Brücke ausgemacht. Doch dort wartete der Wagen umsonst; denn die Wanderer hatten den verlassenen Festplatz der Bachemer Junggesellen entdeckt und sich unter dem Zelt gemütlich gemacht. Dank der telefonischen Vernetzung ist der Wagen mit den Erfrischungsgetränken dorthin umgeleitet worden. Es waren noch keine Erschöpfungszustände bei der Fußgruppe zu erkennen. Im Gegenteil: sie waren alle gut gelaunt. So dauerte die Rast auch nicht lange und es ging wieder hinaus in den Regen und zur letzten Etappe, durch die Altstadt von Ahrweiler, über die Adenbachbrücke durch die Weinberge Richtung Hotel Hohenzollern.

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Am Ziel, wo auch mittlerweile der Verpflegungswagen von der Zwischenrast angekommen war, kochte schon das Wasser für den Kaffee. In der Grillpfanne bräunten die Würstchen und Steaks, als die Vorhut eintraf. Sie zeigten immer noch keine Ermüdungserscheinungen - aber Dankbarkeit für eine heiße Tasse Kaffee zum Empfang. Kurzfristig hörte der Regen mal auf, um von der Hütte über der Bunten Kuh aus die Sicht aufs Ahrtal und noch weiter zu genießen. War schon erstaunlich, dass so viele die weite Route mitgelaufen sind und trotz der Nässe gute Laune behielten. Nach gut 3 Stunden, in denen geknobelt, gegessen und erzählt wurde, sind die Ersten nach Hause aufgebrochen. Die Letzten, man sollte es kaum glauben, sind den Weg nach Heimersheim tatsächlich gelaufen und haben dabei den Fortgang der Bauarbeiten an der neuen Umgebung in Augenschein genommen.


Kellerkinder spenden für die Kinderklinik in St. Augustin 14.11.2016

Kellerkinder spenden 2. Jahresspende für eine bunte Welt in der Onkologie der Kinderklinik in St. Augustin

Vergangene Woche haben die beiden Vorsitzenden von den Kellerkindern aus Heimersheim, Addi Burkert und Anika Ihmann, die zweite Hälfte der Spende übergeben. Die Empfänger und Nutznießer sind die Kinder in der St. Augustiner Kinderklinik. Schon 2014 waren sie mit einer Spende dort und wurden deshalb wie alte Freunde von Frau Dr. Plassmann und Herr Dr. Szallies empfangen. Sie zeigten den Gästen gleich die Räume, die beim letzten Besuch noch so kahl und nüchtern - also gar nicht kindgerecht,  schienen. Sie haben Wort gehalten und richtig verschwenderisch Farbe aufgetragen. Nun glaubte man sich mitten im Dschungelbuch zu befinden. Die sterilen, lebensrettenden Geräte stehen mittendrin. "Die Kinder schauen ganz fasziniert auf die Wände und sind von der Behandlung total abgelenkt. Das erleichtert uns natürlich auch die Arbeit," meinte Frau Dr. Plassmann. In einem anderen Raum fühlte man sich wie mitten im Aquarium. An den Wänden tummeln sich Fische, Seesterne und andere Meerestiere. Hier schwimmen jetzt am unsichtbaren Faden Nemo und Dorie über dem Behandlungstisch, um den Kopf der kleinen Patienten für einen Moment ruhig zu halten. Alles wirkt so leicht und verspielt. Es war klar zu erkennen, wo das Geld geblieben ist.

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Von der neuerlichen Spende soll ein anderer Untersuchungsraum in "Entenhausen" verwandelt werden. Auch der Wartebereich wird mit neuen Spielsachen bestückt. Weil die alte Holzburg die mitten drin steht mit den Jahren zur Ruine zerfallen ist, wird sie ersetzt. Die Kellerkinder waren mehr als zufrieden - zufrieden mit dem, wie die "alte" Spende umgesetzt wurde und genau so wird die neue Spende mit Farbe und tollen Motiven den tristen Alltag der Kinder aufhellen. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten sie sich und sind froh, dass sie den Betrag von 1.250,- € zurück gelassen haben. Der Dank gilt natürlich auch allen, die durch diverse Beiträge daran beteiligt waren, dass diese Summen weiter gegeben werden konnte.


Kellerkinder spenden an die Pfadfinder 12.11.2016

Viel über das Miteinander von Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen erfahren

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Nur kurz wollten die Kellerkinder in Ringen vorbei, um die Hälfte der Jahresspende an die Pfadfinder zu übergeben. Es wurden 2 kurzweilige Stunden, in denen viel an Informationen ausgetauscht wurden. Dass bei den Pfadfindern die Kinder im Mittelpunkt stehen, war von Beginn an spürbar. Vier Erwachsene, Herr Dominik Laubenthal, Walter Engelbracht, Michael Meyer und Frau Viktoria Reifferscheid, saßen Addi Burkert und Anika Ihmann, den Vorsitzenden der Kellerkinder und Irene Thöing gegenüber. Sie sprachen von den Kindern, die sie als Gleichberechtigte sehen, von den Aktivitäten und vom Stamm Galileo Galilei, wie die Gruppe offiziell heißt. Vieles war vollkommen neu für die Besucher, die bisher wenig Berührungspunkte mit den Pfadfindern hatten. Nun erfuhren sie, dass der Stamm 70 Mitglieder hat, dass die Kinder im Alter von 8 bis 22 Jahren in vier Altersgruppen aufgeteilt sind und bis in den Vorstand Mitsprache haben, von der Partnergruppe in Bolivien, mit der man sich in größeren Zeitabständen trifft und darüber hinaus einen regen Austausch hat. Überhaupt ist der Austausch mit anderen Gruppen von Pfadfindern sehr intensiv. Es fällt ihnen nicht schwer, denn sie haben alle ein "Gemeinsam auf dem Weg". Das besagt auch, dass alles - auch die jährlichen Unternehmungen - zusammen besprochen und geplant werden. Hier können Kinder gedeihen und sich entfalten. Spielerisch lernen sie, Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen.

Ein ganz großes Erlebnis liegt noch nicht weit weg und hat noch Nachhall. Als Ahrweiler plötzlich viele Flüchtlinge zugewiesen bekam und sie oberhalb der Stadt beim AKNZ unterbrachte, waren die Pfadfinder vor Ort. Die Flüchtlinge waren dort gut untergebracht und ihnen wurde jede organisatorische Hilfe zuteil. Nur an einem mangelte es: Sie hatten keine Beschäftigung und wenig Kontakt mit den Einheimischen. Hier sahen sich die Pfadfinder in der Pflicht. Sie spielten mit den Flüchtlingskinder und unterhielten sich mit Ihnen, als würden alle die gleiche Sprache sprechen. Sie organisierten Ausflüge und niemand wunderte sich, dass sich auch Erwachsene Flüchtlinge an den Spielen beteiligten. Kurz, ehe das Lager wieder aufgelöst wurde, besuchte die illustre Gruppe die Sommerrodelbahn in Altenahr. Für die Flüchtlingskinder war das überhaupt, nach langer Entbehrung,  ein besonderes Erlebnis. Als Dank erhielten die Ringener Pfadfinder am Abreisetag von den Flüchtlingen eine Heldenurkunde mit persönlichen Widmungen. Sie ist wahrhaft gerechtfertigt! Das Engagement endete damit aber nicht; denn mit der Zeit entstand so was wie eine Freundschaft zu einer Familie. Durch Vermittlung der Pfadfinder fanden die fast erwachsenen Kinder Praktikumsplätze bei einheimischen Firmen und  sie fühlen sich immer mehr ihren Gönnern verbunden. Der nächste Schritt wird sein, dass die Kinder den Pfadfindern beitreten und so einen weiteren Schritt in die Integration vollziehen werden. 

Nun sind Pfadfinder, die im Freien zelten, wandern und vieles mehr gemeinsam unternehmen, gut ausgestattet. Hier ist Qualität gefragt, denn die Kleidung und Campingartikel werden stark strapaziert. All dies zahlen die Mitglieder aus eigener Tasche. Dies dürfte eine gewaltige Hürde für die "Fastmitglieder" sein. Hier kommen nun die Kellerkinder ins Spiel. Durch ihre großzügige Spende in Höhe von 1.250,- € können diese Kosten - und noch mehr - abgedeckt werden. Die Kellerkinder sind stolz, eine so tolle Gruppe unterstützen zu können und wünschen weiterhin allen Beteiligten viel Freude an der wichtigsten Arbeit für die Zukunft: an der Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen für das Miteinander und für die Umwelt.